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Apr 20, 2009

Pressebericht Mainpost über die 17. offenen Würzburger Tennismeisterschaften und Ergebnis-Tableau


Shoppen mit der Siegerprämie

Nina Zander gewinnt Würzburger Tennis-Finale gegen Lokalmatadorin Ines Kertez

Von unserer Mitarbeiterin Kirsten Mittelsteiner
Würzburg - Bei den 17. offenen Würzburger Tennismeisterschaften der Frauen um die s.Oliver Trophy bei Weiß-Blau Würzburg schaffte mit Ines Kertesz nach langer Zeit endlich einmal wieder eine Lokalmatadorin den Einzug ins Finale.Aline Staudt und Franziska Schmid schieden hingegen in der ersten Runde aus.
Der Plan von Nina Zander (FC Nürnberg) ging auf. Sie hatte sich im vergangenen Jahr fest vorgenommen, 2009 den Siegerscheck über 1000 Euro einzuheimsen. „Damit geh' ich shoppen", freute sich die Regionalliga-Spielerin heuer über den Titel. Im letzten Jahr war sie noch der viermaligen Siegerin Lydia Steinbach chancenlos unterlegen gewesen. Gut für Zander, dass diese ihre Ankündigung, wieder anzutreten, doch nicht wahr gemacht hatte.
Die Enttäuschung hielt sich aber auch bei Lokalmatadorin Ines Kertesz (SB Versbach) nach dem verlorenen Finale gegen Zander in Grenzen. „In den vergangenen Jahren war immer schon in der Qualifikation oder in der ersten Runde Schluss", erinnerte sich die Nummer 80 in Deutschland an ihre letzten Auftritte bei diesem Turnier auf der Anlage von Weiß-Blau Würzburg zurück, „da kann ich dieses Jahr zufrieden sein". Und mit 500 Euro shoppen gehen.
Das konnte sie wahrlich, denn erst im Halbfinale war ihr die größte Sensation des Turniers geglückt. In drei Sätzen hatte sie 3:6, 6:4, 6:2 die an eins gesetzte Melanie Hafner (Schießgraben Augsburg) niedergerungen und zog erstmals ins Endspiel ein. Schnelle und druckvolle Bälle waren das Rezept der Würzburgerin gegen den langsamen Ball ihres Gegenüber. Nach verlorenem ersten Durchgang gewann sie ungefährdet die beiden folgenden. Gut, dass auch Zander ein Dreisatz-Halbfinale in den Knochen hatte. So waren die Voraussetzungen für beide annähernd gleich.
Dementsprechend eng gestaltete sich auch der erste Satz. Zander machte viele Fehler und Kertesz brachte im Gegenzug ihre schnelle Vorhand punktebringend an. Im Tie-Break hatte Zander dann mehr Luft und ein glücklicheres Händchen für den gut gesetzten Stopp. In Durchgang zwei schien Kertesz Widerstand gebrochen. Zander führte schnell mit 3:0, holte sich diesen Satz mit 6:2 und damit den Sieg. „Es war heuer ein enger Wettbewerb", bestätigte Turnierleiter und WB-Cheftrainer Goran Popov, „das Feld war sehr kompakt und im Vorfeld keine klare Titelfavoritin auszumachen". Freude herrschte bei ihm darüber, dass es endlich eine Lokalmatadorin ins Finale geschafft hatte: „Das hat für Zuschauer gesorgt."

Daten & Fakten
Offene Würzburger Tennismeisterschaft der Frauen um die s. Oliver Trophy, Viertelfinale: Hafner (Schießgraben Augsburg) - Hinterseer (Iphitos München) 6:3, 0:6, 7:5; Kertesz (SB Versbach) - Brinkmann (Ludwigshafen) 6:3, 6:1; Zander (FC Nürnberg) - Kiesl (Neumarkt) 6:2, 6:4; Kölzer (VfL Bochum) - Heckler (TC Bad Homburg) 6:3, 6:2.
Halbfinale: Kertesz - Hafner 3:6, 6:4, 6:2; Zander - Heckler 6:3, 6:7, 6:2.
Finale: Zander - Kertesz 7:6, 6:2.

Ergebnis-Tableau als PDF-Datei zum download und ausdrucken: Ergebnisse